Die Vampirfamilien oder Clan

Jeder Vampir gehört bei Requiem einem der fünf Clans an. Dabei handelt es sich um Vampirfamilien, die sich alle durch unterschiedliche Stärken und Schwächen auszeichnen und deren übernatürliches Erbe – unabhängig von genetischer Abstammung – durch das Blut vom Erzeuger auf das Kind übertragen werden.

Geeint durch ihre Fähigkeiten und ihren Fluch tendieren manche Clans dazu (abhängig vom jeweils bespielten Setting), verschworene Gemeinschaften zu bilden, die teilweise über Bundgrenzen hinaus agieren. In anderen Fällen sind die Vampire eines Clans eher mit Menschen zu vergleichen, die zufällig denselben Nachnamen tragen, sich aber ansonsten stärker über ihre Ideologie und ihre selbst getroffenen Entscheidungen definieren, als über eine bloße mystisch-schleierhafte Blutsaffinität oder Seelenverwandtschaft.

Doch egal welche Begründung die Anverwandten finden, um sich zusammenzurotten, letzten Endes sind die Bündnisse unter Raubtieren beinahe ausnahmslos Zweckgemeinschaften, deren Angehörige das kleinere Übel gewählt haben oder sich aus purem Überlebenswillen zusammenfinden und die Anderen ertragen. Kameradschaft oder gar echte Freundschaft ist dagegen äußerst selten unter Vampiren, und selbst die menschlicheren unter ihnen verwenden den Begriff „Blutsfamilie“ nicht ohne einen spöttischen Unterton.

Jeder Clan zeichnet sich durch drei Clandisziplinen aus, in denen es die Vampire dieses Clans ohne Hilfe alleine bis zur Meisterschaft bringen können – sie liegen ihnen sozusagen im Blut. Andere Disziplinen können zwar theoretisch gelernt werden, jedoch hüten die meisten Clans ihre Fähigkeiten gierig und sind nur in den seltensten Fällen bereit, diese weiterzugeben. Von daher sind Vampire, die nicht über die typischen Fähigkeiten ihres Blutes oder sogar mehr als die üblichen Kräfte verfügen, immer auch Sonderlinge, die von der restlichen Anverwandten stets mit Argwohn und Misstrauen betrachtet werden.

Wer weiß schon, durch welche Machenschaften dieses Wissen gewonnen wurde? Gerüchten zu Folge kann man sich Zugang zu den Disziplinen anderer Blutfamilien auch dadurch verschaffen, dass man einen ihrer Angehörigen diableriert, also sozusagen seine Seele verzehrt. Diesem Vorwurf des vampirischen Kannibalismus setzt sich niemand gerne aus, so dass Vampire, die mehr als nur ihre Clandisziplinen gemeistert haben, dies oft verheimlichen.

Darüber hinaus ist jeder Clan neben den allgemeinen vampirischen Schwächen durch einen einzigartigen, besonders grausamen Fluch geschlagen, der das Wesen der Clans maßgeblich bestimmt und dem ein Vampir niemals entkommen kann. Sie ist der ganz persönliche Preis, den jeder Clan für seine schreckliche Macht zahlt.

[Das obrige Bild wurde mit KI auf Canva erstellt.]