Spitzname: Die Mahre
Clansdisziplinen: Alptraum, Verdunklung, Vigor
Clansschwäche: Gezeichnet. Nosferatu sind abstoßend oder Furcht einflößend. Sie sind nicht unbedingt hässlich, aber stets „Das Fremde“. Dies muss man live darstellen, z.B. körperlich durch Schminke, genässte Hände, ewig blutige Kleidung und/oder durch konstantes Spiel mit krächzender Stimme, unangenehmen Auftreten, etc.
Vampire sind der Grund, warum Menschen Angst vor der Nacht und der Dunkelheit haben. Doch selbst Vampire – Monster in Menschengestalt – fürchten sich vor dem, was in der Dunkelheit lauert und die Nosferatu sind der Grund hierfür.
Sie sind die Verkörperung des Vampirs als untotem Schrecken und grauenvollem Monster, das in der Finsternis wartet. Irgendetwas in ihnen ist bei der Erschaffung zerbrochen und hat sich als unvorstellbarer Schrecken manifestiert, der jedem Nosferatu innewohnt. Egal wie abgebrüht, mächtig oder gefährlich man ist, jedes Wesen empfindet Angst. Die Nosferatu können in jedem, Mensch oder Vampir, frisch Erschaffenem oder Ahn diese tiefe, unbewusste, vergrabene Furcht hervorlocken und sie zum Ausbruch bringen. Jeder, der einmal nähere Bekanntschaft mit einem Mahr, wie sich die Meister der Alpträume auch nennen, gemacht hat, wird dies nicht wieder vergessen können. Ganz gleichgültig, wie sehr er sich dies in seinen von Abgrundvisionen heimgesuchten Nächten wünschen mag.
Als ob dies nicht grauenhaft genug wäre, verfügen die Schrecken zudem noch über eine wahrhaft monströse Kraft, die sie Menschen zu blutigen Fetzen aus Fleisch und Gedärm zerreißen und Vampiren die Knochen zerschmettern lässt. Wirklich beunruhigend ist aber, dass man sich nie sicher sein kann, wann und wo ein Nosferatu zuschlagen wird. Sie sind in der Lage, scheinbar aus dem Nichts aufzutauchen und sich dort zu verbergen, wo niemand sie erwartet.
Kein Wunder, dass viele Vampire angstvoll die finsteren Winkel der Stadt meiden. Für diese Furcht, die sie ihnen so mühelos einflößen, hassen die anderen Geblüte die Nosferatu. Und das lassen sie sie auch gerne spüren, wenn sie es sich gerade erlauben können.
Der Clan der Nosferatu hat wohl unter allen Familien die direkteste Herangehensweise an die vampirische Gesellschaft. Sind andere Clans zumindest in der Lage, bis weit in ihr Unleben hinein eine Fassade der Menschlichkeit aufrechtzuerhalten und andere – und zuweilen auch sich selbst – über ihre Natur zu täuschen, ist dies für einen Mahr nicht möglich. Gefürchtet und ausgestoßen, haben sich viele Nosferatu daran gemacht, aus ihrem Fluch das Werkzeug zu schmieden, das ihnen das Überleben ermöglicht.
Wo andere Clans auf subtile Einflussnahme und verdeckte Intrige setzen, körperliche Gewalt äußerst widerwillig als Mittel einsetzen und offene Drohungen eher vermeiden, sind dies genau die Methoden, welche die Schrecken sich trotzig und mit grimmiger Entschlossenheit angeeignet haben, um ihr Stück vom sprichwörtlichen Kuchen zu beanspruchen.